Montag, März 19, 2012

Einfach mal sitzenbleiben!

 Das Kind hatte von Samstag auf Sonntag bei Oma übernachtet. Gestern bin ich mit der S-Bahn raus auf's Land um sie abzuholen. Ich saß schon in der Bahn, zwei Frauen mittleren Alters setzten sich mir gegenüber. Dann kam ein junger Mann und setzte sich auf den Platz neben mir. Viel zu große Signalorange Jacke (wie bei der Müllabfuhr oder so), eine komische Bommelmütze, eine Plastiktüte mit einem riesigen Kuscheltier drin. Sein Kopf zuckte immer hin und her. Zwei lange Haare wuchsen auf seiner Nase. Später, bei der Fahrkartenkontrolle, hat er dann seinen Behindertenausweis vorgezeigt.

Die beiden Frauen haben sofort ihre Tüten gegriffen und sich woanders hingesetzt.

Einfach mal sitzenbleiben. Sind wir nicht alle "irgendwie anders"?

Das Buch ist schon recht alt, aber bleibt irgendwie immer aktuell. Es war hier lange ein Lieblingsbuch.

Kommentare:

  1. genau...sitzenbleiben!!!!

    manche menschen sind einfach unmenschlich...
    kann sowas nicht verstehen...

    danke für deinen buchvorschlag...
    gefällt mir schon von den bildern und vom titel!
    super!

    glg
    angelina

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  2. anne, solche situaionen kenn ic hnur zu gut und sie sind so verdammt traurig! ich hab eine zeit lang in einer behinderten.einrichtung gearbeitet...bei jedem ausflug mit den bewohnern hab ich mindestens ein solches erlebnis gehabt, wie du es schilderst...
    das buch ist auch hier eines der lieblings.bücher!
    liebe grüße und einen schönen start in die woche
    alex

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  3. Schade, unsere Gesellschaft ist komisch, sie wird es auch leider bleiben.Wir sind alle irgendwie anders (super Buch übrigens). Ich bin mal gespannt, wie lange unsere neuer Bundespräsident irgendwie anders, nämlich glücklich unverheiratet bleiben darf!!!!!!!!
    Ach, menno, manchmal möchte man auswandern.
    Lieben Gruße Britta

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  4. Ein ganz, ganz großes Dankeschön für diesen wundervollen Post. Meine Kinder lieben dieses Buch und sie lieben auch alle meine wunderbaren, liebenswerten, gutmütigen, herzensguten Schützlinge aus den Integrationsgruppen, die ich betreue. Ich bin´s, Du bist es, WIR sind es....
    Irgendwie anders ;o)

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  5. Oh ja, ich bin auch für sitzenbleiben!
    Ein schönes Buch - meine Kinder mochten bzw. mögen es auch sehr.
    Eine schöne Woche wünscht Susanne

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  6. Unvorstellbar - für mich :-(

    liebe Grüße,
    Judith

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  7. Wir sind dankbar für's Sitzenbleiben, Freunde bleiben, unverkrampft bleiben, bei-uns-bleiben! Und wären so froh, wenn unser Sohn selbständig Bahn fahren könnte ...
    Liebe Grüße
    Anke

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    1. Genau so einen Sohn hab ich auch und gerad ein Tränchen im Auge!
      Liebe Grüße, Christiane

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  8. Unvorstellbar!! und das es auch anders geht, haben die Jungs unserer Tischtennismannschaft am Samstag bewiesen. Ich war als Ersatz-Betreuerin dabei, in der Gegnermannschaft hat ein Junge gespielt (Position 1, also bester Spieler!) der beide Hände missgebildet hatte. Unsere Jungs (immerhin Alter 12-15Jahre) haben ihm, ohne ein Problem, die Hand gegeben nach dem Spiel und haben sich super korrekt verhalten (also, als wäre es das normalste auf der Welt, und das ganz ohne Anstrengung!) das macht Stolz!!! und bringt Hoffnung für die Zukunft..
    Das Buch ist toll!! fehlt auch in unserem Sammelsuium nicht <3

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  9. Schön, dass Sie diese Geschichte mit uns geteilt haben. Die Woche kann nur gut beginnen, wenn man das Nachdenken nicht vergisst. Gestern, als es hier bei mir noch sehr geregnet hat und wir es uns gemütlich gemacht haben, habe ich mir zum Thema Identität auch viele Gedanken gemacht und an die fünf Lebensbereiche gedacht, die wir alle gleichmäßig beachten sollten. Dabei kommt es eben auch auf den Bereich "Sinnsuche" an. Ich bereite ein Projekt vor, anonym Überraschungen (Geschenke) zu verteilen und die Erfahrungen zu teilen. Es bleibt spannend, hier auf Ihrer Seite und auch drüben bei mir. Viel Erfolg weiterhin und ganz viele positive Erfahrungen! :-)

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  10. ich glaub es ist die Unsicherheit der Menschen, die sie verschreckt.
    Mein Onkel ist Autist und auch "irgendwie anders" Ich glaube aber nicht, daß er in seiner Welt unglücklich ist.
    Einfach mal sitzenbleiben...ja, das sollte man tun, es kann aber nicht jeder. Es ist die Flucht vor einer Welt, die man nicht kennt und nicht kennen will.
    Leider gibt es gerade psychisch Behinderten gegenüber noch viel zu viel Berührungsängste.
    Ich wäre ja für ein soziales Jahr in Behinderteneinrichtiungen nach der Schule (also der Ersatz der Bundeswehr, aber für Jungs und Mädchen!)
    Das hätte ich früher zu meiner Zeit schon gut gefunden!!!

    LG, Heike

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  11. Eins der wenigen Bücher, die wir hier aufbewahren, weil sie so anders sind....;)))
    LG Sabine

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  12. diese reaktion ist einfach schrecklich und lädt geradezu zum fremdschämen ein !

    viele ♥-liche grüsse
    marion

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  13. Als Mama eines "Irgendwie-Besonders"-Kindes kann ich echt nur DANKE sagen.... ich wäre froh, wenn mehr Menschen das so sehen würden!!!
    Trudi (leicht verheult, da bei sowas immer nah am Wasser gebaut...)

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  14. Ich habe erst am Freitag mit einer behinderten Freundin über dieses gesprochen. Sie kommt zu mir in den Tanzunterricht, obwohl sie Schwerbehindert ist. Es ist einfach schwierig mit Behinderung umzugehen, wenn man nicht selbst ein Handycap hat oder eine liebe Freundin.

    Irgendwie anders ist ein echt schönes Buch!
    lg
    luna

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  15. Das haste genau richtig gemacht, Anne! Ich finde sowas auch erschreckend ... ♥♥♥ ... ich würde es 'Mobbing unter Dummen' nennen ;-)

    LG
    Ute

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  16. Dieser Post ist sehr, sehr gut. Ich finde es toll, dass es wenigstens Leute gibt die gegen das anderssein aggieren und die es nicht stört.
    Ein sehr, sehr schönes Buch, ganz am Rande.
    Liebe Grüße
    Anna

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  17. Ich mag kurz anmerken, dass unser neuer Bundespräsident durchaus verheiratet ist.
    Nur lebt er halt getrennt von seiner Ehefrau...

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  18. Es ist wohl wirklich die Angst, die uns hemmt. Ich versuche meine Kinder so zu begleiten, dass sie diese Angst nicht haben.
    Wir wohnen neben einer betreuten Wohneinrichtung für Menschen mit einem Handycap. Und es ist ganz toll zu sehen, wie unverkrampft meine Kinder auf diese Menschen zu gehen können. Ich hoffe das bleibt so.
    Und ja, das Buch ist absolut wunderbar und fehlt auch hier nicht in der Sammlung.

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  19. chriss riddel - mein allerallerliebster illustrator.....er ist ein genie wie ich finde ; ))

    schau mal den link - die hat er alle gezeichnet....

    http://kleiderwerkstatt.blogspot.de/2011/02/chris-riddell-paul-stewart.html

    drücker von
    crisl

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  20. Echt wahnsinn, da denken wir alle wir sind soooo tolerant und soooo aufgeklärt.
    Einiges muss sich wirlich noch ändern in unserer Gesellschaft, beispielsweise finde ich es toll zur Bezeichnung "Handycap" zu wechseln und das "alte" Wort "Behinderung" zu vergessen.
    Danke für deine zum Sinnieren anregenden Worte, auch den Buchtipp finde ich toll!
    herzliche Grüße
    Nicole von herzgemachtes.blogspot.com

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    1. Ich bin ja selber Behindert und Handycap ist in meinen Augen nur wieder ein Deutsches Wort was ins Englische gezerrt wird, es wird dadurch auch nicht angenehmer.
      viele liebe Grüße Rubinengel

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  21. Anne, so schöööön geschrieben - danke! Und sehr erschreckend zu gleich :-(
    LG,
    Anja

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  22. Sind wir nicht alle irgendwie anders? Und ist das nicht auch gut so?
    Wer sagt, dass ICH so bin oder sein möchte wie Hinz&Kunz und Hans&Franz?
    Neee, ich bin ich und ganz anders als du und Hinz, Kunz, Hans und Franz!
    Danke für deinen nachdenklich machenden Post!
    LG von Jessica

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  23. Das ist einfach nur traurig. Ich hatte letzte Woche auch so eine Situation. Bei uns in der Stadt gibt es einen sehr schönen Platz mit einem Brunnen und einigen Bänken. Wenn die Sonne rauskommt, ist dort echt was los. Auf zwei Bänken saßen zwei Männer, die rauchten, ein bisschen lauter geredet haben und ein bisschen "anders" waren. Ansonsten waren alle Bankplätze und der Brunnenrand besetzt. Keiner hat sich zu diesen Männern gesetzt, dabei war das der beste Sonnenplatz :) Ich hab mich dann dazu gesetzt und war echt froh, so einen schönen Platz bekommen zu haben.
    Genauso treffe ich oft einen behinderten Mann an der Bushaltestelle, der oft mega freundliche Leute anquatscht. Die meisten antworten nicht mal, drehen sich um und ergreifen die Flucht. Ich hab mich schon oft mit diesem Mann unterhalten und merke immer wie gut es ihm tut, einfach mal mit jemandem zu sprechen und dabei ist er wirklich sooo nett.
    Liebe Grüße, Carina

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  24. Als Mutter eines autistischen Jungen, der mit zunehmendem Alter auf andere immer seltsamer wirkt (als Kleinkind überdeckte die Niedlichkeit das Verhalten...) - sage ich herzlich Dankeschön für dieses Post. ....

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  25. Schade, dass es immer noch nicht selbstverständlich ist. Dieses Buch habe ich schon so oft verschenkt, dass ich es gar nicht mehr zählen kann.
    Für mich ist es eines der besten Bücher überhaupt...
    Liebe Grüße aus dem Münchhausenlande!

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  26. ...ich sag nur auf den Punkt gebracht!
    ♥♥♥
    Liebste Grüße
    die Biggi

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  27. Danke Anne für diesen Post und danke, daß du sitzengeblieben bist!
    Auch von hier verheulte Grüße.
    Ute, die nachher gleich mit dem anderen großen Sohn zur Therapie fährt

    suja-kindermoden.blogspot/com

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    1. Mit mittlerweile vier behinderten Personen in meiner Familie,wundert mich mittlerweile überhaupt nichts mehr was die Ingnoranz der Leute gegenüber 'Anders seienden'manchmal für Ausmaße annimmt.
      Meine Tochter (die wie Du ja weisst Anne mehr o.weniger mit ihrer behinderten Cousine aufgewachsen ist) in die Integrationsgruppe des Kiga gegangen und hat sich dann für einen Beruf in die Richtung endschieden.Heute ist sie Heilerzieherin mit viel Freude am Beruf.
      Schön das Du in diesem Zusammenhang noch auf das tolle Buch aufmerksam machst.
      Lieber Gruß von Jutta und Maike,der ich eben davon erzählt hab

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  28. Liebe Anne...auch von mir Danke...

    ich bin Mutter eines behinderten Kindes, der zusätzlich auch noch alle Haare verloren hat... leider gibt es hier auch immer wieder merkwürdige Leute mit dummen Kommentaren/ Verhalten .... aber -auch das möchte ich hier mal ganz kurz loswerden - ..es gibt auch gaaanz viele Menschen und viele Kinder ..die ganz offen und normal mit ihm umgehen können ....

    LG Steffi

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  29. das buch haben wir hier auch. heißgeliebt schon seit vielen jahren.
    ich bin stolz, daß meine kinder verstanden haben und wir alle hier kein problem haben mit menschen, die anders sind! ganz im gegenteil, sie helfen! unaufgefordert.
    aber auch traurig, dass es doch noch genug menschen gibt, die nicht verstanden haben...
    glg nicole

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  30. traurig, beschämend......ich wäre auch sitzen geblieben.
    Danke für diesen Post.

    Liebe grüße Elke

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  31. Dankeschön! Meine kleine Schwester ist auch anders und jemand sehr besonderes! Wenn wir angestarrt werden, merkt sie das meistens nicht (zum Glück), aber ich sehe es jedes Mal und es macht mich wütend.

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  32. Vielen Dank für deinen klaren Beitrag Sitzenbleiben!!!! Ich bin Lehrerin solcher Kinder und erlebe hautnah mit was unwissenheid verbreiten kann! ABER hir sei auch gedacht es gibt viele Menschen wie auch du die es anderst machen und ich finde an dem soll man sich freuen und seine eigene Perspektive fest machen!!!
    Danke dir nochmal!!!
    LG elke

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  33. Vor einiger Zeit habe ich das Buch im Buchladen entdeckt. Es ist toll und so schön geschrieben.

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  34. Als Autistin ist es für mich ein besonderes Thema. Viele Menschen haben eine Behinderung, es kommt nur auf den Grad der Behinderung an! Brillenträger haben z.B. eine Sehbehinderung auch sie sind in ihrem Alltagsleben beeinträchtig, aber keiner käme je auf die Idee sie auszugrenzen. Manchmal denke ich vielleicht wäre es einfacher wenn man mir meine Behinderung besser ansehen könnte...
    viele liebe Grüße Rubinengel

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  35. Das Buch kennen wir sehr gut. Einer meiner Neffen ist behindert auf die Welt gekommen und wir haben das Buch dem großen Bruder geschenkt. DAbei hatte er damit am wenigsten Probleme. Wir waren es, die sich mit unserem Verhalten solch besonderen Personen gegenüber auseinander setzen mußten. Und das haben wir getan. Es ist für uns alle eine Bereicherung. Sitzen bleiben, jawohl. Oder auch mal in ein Gespräch verwickeln lassen. Ich habe in der Straßenbahn mal jemanden getroffen, der hatte das Herz auf der Zunge - und hat mir das schönste Kompliment gemacht, dass ich jemalsl gehört habe. Wir sind halt alle irgendwie anders... auch ich hatte Jahrelang einen Behindertenausweis...schön, dass du das Thema aufgegriffen hast.
    Alles liebe
    Die Pitti

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  36. Bei solchen Momenten könnt' ich nur noch K*tzen!!!
    Sitzenbleibergrüße
    Mamchen

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  37. Oder einfach aufestehen und fragen: entschuldigung, was stimmte mit ihrem Platz nicht das sie aufgestanden sind?

    Nein, bitte nicht falsch verstehen, dies ist kein Vorwurf

    Aber wenn wir mal ehrlich sind, was tun wir um "solche" Menschen vor "solchen" zu schützen?

    Das Menschen mit körperlichen und/oder geistigen Anderssein ausgegrenzt werden können liegt auch zum großen Teil daran das wir "Normalos" uns nicht trauen zu sagen: Hey ich finde es echt Mist wie Du dich verhälst.

    Meine Große hat ein fehlendes rechtes Ellebogengelenk (ist aber Rechtshänderin)und hatte bei der Geburt Hirnblutungen im motorischen Zentrum - demnach doppelt gestraft???? NEIN!!!! Denn sie hat gelernt zu kompensieren, und das sieht für einige recht seltsam aus, aber mein starkes Mädchen schafft alles was sie sich in den Kopf gesetzt hat, und behindert wird sie nur durch die Vorurteile und das Schweigen anderer

    Nur Mut, wenn ihr sagt das ihr es nicht ok findet wie sich EINZELNE! gegenüber besonderen Menschen verhält, dann werdet ihr erstaunt sein das immer wieder der eine oder andere mit einstimmt - und nur so kann ein Umdenken statt finden

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    1. Liebe Rasselbande,

      würde das die Situation des Betroffenen nicht noch schlimmer machen? So in den Mittelpunkt gezerrt zu werden?

      Liebe Grüße
      Anne

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  38. Danke!
    Wären mehr Menschen "Sitzenbleiber", wäre die Welt ein besserer Ort!
    LG
    Tanja

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  39. So wahr!
    Leider hab ich am Freitag das genaue Gegenteil erlebt und fühlte mich doof und ungerecht behandelt.
    Ich saß in der S-Bahn von Dortmund nach Düsseldorf und hatte meine Füße AUF meine zusammengefaltete Jacke hochgelegt, um sie für ein paar Minuten zu entspannen(Creativa-ermattet...) . Es waren alle anderen Plätze rundum frei. Eine Frau will sich ggü. hinsetzen, ich nehme meine Füße hoch, sie meint, kein Problem, lassen sie ruhig.
    Kurz darauf pöbelt mich jemand von der Seite an, es wäre eine Unverschämtheit und überhaupt. Ich zucke zusammen, nehme meine Füße hoch und meine Jacke in die Hand und entschuldige mich. Um die Füße auf dem Sitz ging es wohl gar nicht, mehr um die Tatsache, dass wir überhaupt es gewagt haben, uns auf die "reservierten" Plätze zu setzen. Der Griesgram wollte unbedingt auf diesen Fensterplatz, weil er als Schwerbehinderter einen Anspruch darauf hätte. Sein Bein musste auch unbedingt ausgestreckt gehalten werden. 2 Stationen, dann ist er ausgestiegen.
    Die unbekannte Frau und ich haben uns nur verwundert angesehen und festgestellt, dass man auch einfach mal schlechte Laune haben will und ein Ventil braucht.
    Man möge mich nicht falsch verstehen. Ich hätte beide Plätze ohne zögern freigegeben, aber der gute Mann kam von hinten und motzte sofort rum. Manchmal macht der Ton auch die Musik.

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  40. Vielleicht, vielleicht zeigt es dem Beroffenen aber auch das es reichlich Leute geben die solch ein Verhalten nicht in Ordnung finden, und meiner Erfahrung nach trauen sich andere erst auch mal zu sagen: einfach mal sitzen bleiben, wenn erst einer den Anstoss gibt

    Aber jeder sollte es so halten wie er es für richtig hält, ich kann leider nie meine Klappe halten.

    Liebe Grüße, Nicole

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  41. Ich würde auch sitzenbleiben ''Punkt ''. Ich denke das ist einfach nur ein Problem in unserer Gesellschaft das sich leider kaum bis nie ändern wird.
    Je größer die Stadt umso mehr stumpfen die Menschen ab und Hilfsbereitschaft oder Verständnis für einander werden mehr und mehr zum Fremdwort .

    Armer Fortschritt der Zivilisation !

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  42. Ja ein wichtiges Thema. In Leipzig habe ich in den Srtaßenbahnen oft erlebt, dass sobald irgendwo ein 1-er-Platz frei wurde, Menschen (auch gehbehinderte Omis) aufsprangen, um sich auf diesen isolierten Platz zu setzen. Egal ob sie vorher neben alten, behinderten, normalen oder seltsamen Menschen saßen. Alleine das ein anderer Mensch neben ihnen saß, war wohl schon zu viel.

    Das Buch sagt aus, dass jeder anders sein darf und das es nicht erstrebenswert ist, sich zu verbiegen um als »normal« durchzugehen. Das finde ich gut. Allerdings sagt das Buch auch, dass »andere« und »normale« nicht zusammenfinden. Die Andersartigen leben einsam auf einem hohen Berg. Super Lösung? Klingt zwar romantisch (Das gemalte Heim auf dem Berg ist ein Traum!) aber würden die Menschen, die wir als »anders« bezeichnen, nicht lieber mittendrin leben dürfen: nicht komisch auffallen, akzeptiert sein in der Gemeinschaft, Teil sein, den eigenen Weg finden? Ich möchte nicht, dass meine Kinder glauben, das eine Kluft zwischen »anders und normal« normal ist.

    (Das soll keine Kampfansage gegen dieses wirklich schöne Buch sein ... nur ein Gedankenanstoß :)

    Liebe Grüße . Tabea

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